Ceylon

Ceylon ist ein Tee, der auf der Insel Sri Lanka angebaut wird, die früher als Ceylon bekannt war. Sri Lanka ist zwar klein, weist aber enorme Unterschiede in Bezug auf Höhenlage, Klima, Bodenbeschaffenheit und Wetter auf, sodass Geschmack und Charakter der dort produzierten Teesorten sehr unterschiedlich sein können. Trotz der regionalen Nuancen gilt der klassische Ceylon-Geschmack im Allgemeinen als kräftig, voll und belebend. Er hat mittlere bis kräftige Tannine und zeigt Noten von Zitrusfrüchten, Schokolade oder Gewürzen. In der Tasse lässt Ceylon eine goldene bis kupferrote Farbe erkennen.

Bis in die 1870er Jahre des 19. Jahrhunderts dominierte auf Sri Lanka der Anbau von Kaffee. Als Monokultur angebaut konnten sich in den Kaffeesträuchern hervorragend Schädlinge ausbreiten. Mehrere Jahre in Folge wurden sie von dem Pilz Kaffeerost befallen. Nach mehreren misslungenen Ernten sattelte die Landwirtschaft auf den Anbau von Tee um – ein Umstand, dem wir heute dankbar sein dürfen.

Ceylon-Tees werden wie alle echten Tees aus den getrockneten Blättern der Teepflanze Camellia sinensis hergestellt. Sie haben für gewöhnlich lange, drahtige und dünn gerollte Teeblätter. Sie unterscheiden sich prägnant im Aussehen von anderen Teesorten, sodass das geschulte Auge einen Ceylon-Tee schnell erkennt. Die meisten Ceylons sind orthodoxe Tees, das heißt, dass sie von Hand verarbeitet wurden. So entsteht ein belebender, heller Tee von meist sehr guter Qualität.

Obwohl einige sri-lankische Produzenten ihr Angebot auf Grüntee und andere Teesorten ausgeweitet haben, sind die meisten Ceylontees Schwarztees. Es gibt sieben Teeanbauregionen in Sri Lanka, und Ceylontees werden in drei verschiedene Höhenlagen eingeteilt: low grown (bis zu 2.000 Fuß), medium grown (zwischen 2.000 und 4.000 Fuß) und high grown (höher als 4.000 Fuß). 

Photo Credit: Tea planter at Tea Country, Sri Lanka by Charles Chanh is licensed under CC BY-ND 2.0.

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